Mercer-Studie: Höhere Grundgehälter sind kein geeignetes Instrument zur Mitarbeitergewinnung und –bindung  


Für die Gewinnung und langfristige Bindung von Mitarbeitern ist Geld alleine längst nicht mehr ein entscheidendes Argument – so die aktuelle Studie der Unternehmensberatung Mercer. Doch wie lassen sich Manager und Mitarbeiter gewinnen und ans Unternehmen binden?

„Gehälter sind schon längst nicht mehr alles. Natürlich achten Mitarbeiter heute und auch in Zukunft darauf, dass sie ordentlich bezahlt werden. Doch auch in der Finanzbranche zeichnet sich langsam ab, dass immer mehr Mitarbeiter sich neben finanziellen Anreizen auch andere Benefits von ihrem Arbeitgeber wünschen.“

Raffaela Stutz, Vergütungsexpertin bei Mercer

Die Studie

Für den “Global Financial Services Executive Compensation Snapshot Survey 2016” hat die Unternehmensberatung Mercer 68 Organisationen aus der Finanzbranche in 20 Ländern befragt, rund die Hälfte davon in Europa. 85 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass höhere Grundgehälter nicht geeignet sind, um Manager und Mitarbeiter in leitender Funktion zu gewinnen und zu binden.

Laut der Mercer-Studie hätten nur 22 Prozent weltweit positive oder sehr positive Erfahrungen mit höheren Grundgehältern gemacht. Während 35 Prozent der Unternehmen in Schwellenländern die Wirkung einer höheren Basisvergütung durchaus positiv einschätzen, sind es in Nordamerika nur 23 Prozent. Bei den Finanzdienstleistern in Europa liegt der Zustimmungswert mit 16 Prozent noch niedriger.

Unternehmen müssen andere Wege gehen

Ein höheres Grundgehalt habe zwar oft Vorteile für die Mitarbeiter, so Raffaela Stutz, aber die positive Wirkung auf die Arbeitgeberattraktivität bliebe meistens aus. Durch das Ergebnis der Studie lässt sich die Schlussfolgerung ziehen: „Unternehmen müssen nach anderen Wegen suchen, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.“

Einige Unternehmen der Finanzbranche arbeiten bereits an ihrer „Employee Value Proposition“ und gehen neue Wege, die über das fixe und variable Gehalt hinausgehen. Damit wollen sie gefragte Mitarbeiter im Markt gewinnen und ans Unternehmen binden. Zu den wichtigsten geplanten oder bereits umgesetzten Maßnahmen in Europa gehören:

  • flexibler Arbeitszeitgestaltung (41 Prozent) und Telearbeit (50 Prozent),
  • Trainings- und Entwicklungsprogramme (41 Prozent),
  • Career Frameworks (38 Prozent) sowie
  • nicht-monetäre Belohnungs- und Anerkennungsprogramme (38 Prozent).

Quelle

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